PTA des Monats Dezember: Cagla Selvi "Als junge PTA braucht man Geduld"

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Cagla Selvi arbeitet seit drei Jahren in der Turmapotheke in Schafheim. Sie freut sich jeden Tag aufs Neue über das tolle Team, das sie als Berufsanfängerin von Anfang an unterstützt hat. 

Cagla hat direkt nach ihrer Ausbildung in Frankfurt das Praktikum in der Turmapotheke absolviert. "Wenn man sich so wohl fühlt, will man nicht mehr weg. Ich wurde von allen unterstützt." Cagla hatte anfangs viele Fragen. "Theorie ist eine Sache, Praxis eine andere." So kamen einige Rezepturen, die kompliziert zu meistern waren. "Wir arbeiten mit einem Ärztehaus zusammen. Da gibt es Zahnärzte und Allgemeinärzte.

Die Rezepturen kommen überwiegend von Hautärzten aus dem Umfeld." Die zwölf Angestellten der Turmapotheke haben jede Menge zu tun. Da muss alles organisiert sein. "Wir haben eine QMS-Beauftragte PTA, eine die für BTM zuständig ist und mich als Hygienebeauftragte. Jede von uns übernimmt eine Woche lang den Rezepturdienst. Dadurch bleiben wir alle auf dem gleichen Wissensstand und verlieren auch nicht den Kontakt zu den Kunden. Cagla versteht sich gut mit ihren Kollegen. "Manchmal haben wir komplizierte Rezepturen. Bevor ich loslege, mache ich dann eine Plausibilitätsprüfung. Vor kurzem hatten wir beispielsweise das Problem Salicylsäure in Kombination mit Basiscreme. Das passt nicht zusammen. Eine kompatibele Grundlage wäre in diesem Fall eine wasserhaltige hydrophile Salbe. Dann berate ich mich mit den erfahrenen Kollegen und wenn die mir grünes Licht geben, rufe ich den Arzt an. Gemeinsam sucht man dann eine bessere Basiscreme aus."

Rezepturkontrolle ist wichtig!

"Ein weiteres Beispiel, das den hohen Stellenwert der Plausibiltätsprüfung rechtfertigt, war eine Rezeptur mit Betamethasonvalerat, die zu hoch dosiert war. Da kann es ja schon zu Nebenwirkungen kommen. Wenn man so etwas verhindern kann, ist man richtig stolz." Die Rezeptur und das Labor forden die PTA, doch Cagla findet das Beratungsgespräch mit schwierigen Kunden besonders anstrengend. "Als junge PTA wird man nicht von jedem gleich aktzeptiert. Einige Kunden werden beispielsweise beim geringsten Anlass unfreundlich, etwa weil ich manche Dinge nicht ganz so schnell wie die Kollegin weiß. Beispielsweise was damit gemeint ist, wenn nach den weißen Kopfschmerztabletten gefragt wird, die der Stammkunde seit Jahren kauft. Dann braucht man Geduld."

"Es dauert gar nicht so lange, bis man selbst auch seine Lieblingskunden findet", meint Gagla. "Wichtig ist, dass man auch mit schwierigen Kunden gelassen und professionell umgeht." Wenn dann trotzdem etwas schief läuft, findet Gagla bei ihren Kollegen Trost. "Die stehen mir immer zur Seite." Cagla ist auch stolz auf ihre Tätigkeit als Hygienebeauftragte. Viele Maßnahmen sind nötig, um Infektionen oder bakterielle bzw. virale Kontaminationen zu vermeiden. "Wir haben einen Plan, beziehungsweise einen ganzen Ordner, der auflistet, wie was wann zu reinigen ist.

In diesen Plan sind nicht nur die PTA involviert, die Rezepturdienst haben, auch die Reinigungskraft und die anderen Mitarbeiter müssen bestimmte Forderungen erfüllen!" So ist die Händedesinfektion eine ganz entscheidende Maßnahme. "An jedem Waschbecken sind entsprechende Infozettel angebracht." So sei es wichtig, nicht nur die Hände mit Seife zu waschen, auch das Abtrocknen mit einem Einmalhandtuch und das anschließende Desinfizieren gehöre dazu.

Jeden Tag ein bisschen besser!

"In unserer Apotheke machen wir auch viele Inhouse-Schulungen. Und wenn eine Präsenzveranstaltung im Umkreis ist, unterstützt unser Chef das auch immer. Ich finde Fortbildung sehr wichtig und nehme auch immer gerne teil." Cagla lebt und liebt ihren Beruf und lässt sich nicht irritieren, wenn nicht alles gleich perfekt klappt. Tolle Einstellung!

 

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 12/2014

 

 

 

PTA des Monats Oktober: Doris Wörz "Mein Rezept heißt 3 x täglich freuen!"

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Doris ist seit 35 Jahren mit Leidenschaft PTA in der Pinguin-Apotheke in Kirchheim an der Teck. Ein Skiunfall machte ihr erst kürzlich wieder deutlich, wie sehr sie Ihren Beruf liebt.

Da passte alles perfekt zusammen: Auf der Liste der Dinge, die Doris Wörz in ihrem Leben noch unbedingt machen will, steht neben "Tandemfliegen mit dem Gleitschirm“ und „auf einem Elefant reiten" auch noch "an einem Fotoshooting teilnehmen". Dass sich dieser Wunsch so schnell und in dieser Weise realisieren würde, hatte sich Doris aber nicht vorstellen können. Denn in den letzten Monaten musste sie erst einmal durch ein tiefes Tal. Sie hatte sich beim Skifahren schwer verletzt. Obwohl sie sonst routiniert auf den Brettern steht, war sie im sulzigen Schnee unglücklich gestürzt, hatte sich Innen- und Außenknöchel gebrochen und den Ellbogen ausgekugelt. Vier Monate konnte sie nicht in ihrer geliebten Pinguin-Apotheke arbeiten. Sie musste liegen und durfte sich zunächst kaum bewegen. "Das hat mich grad wahnsinnig gemacht und mir wieder einmal gezeigt, wie sehr ich an meinem Beruf hänge." Dann ging es langsam wieder voran. Erst konnte sie nur stundenweise arbeiten, jetzt ist sie fast wieder voll im Einsatz.

"Apothekenzeit ist für mich Wohlfühlzeit"

Nach einigen Überlegungen traute sie sich schließlich, sich bei PTA PROFESSIONAL für die PTA des Monats zu bewerben. Das Glück hat sie nicht im Stich gelassen: Einer ihrer Wünsche ging in Erfüllung, denn die Jury hat sich für sie entschieden. "Das war für mich dann ganz toll, dass ich gespürt habe, jetzt geht’s wieder bergauf!", strahlt Doris. Was sie an ihrem Beruf am liebsten mag? "Alles, am Freitag freu’ ich mich schon wieder auf den Montag. Mein Mann sagt immer, Deine Kolleginnen müssen ja denken, ich sei ein Unmensch, so gerne wie Du in die Apotheke gehst," scherzt sie. Aber ein Steckenpferd hat sie dann doch, die Kosmetikberatung. "Wir haben einen Dermatologen im Einkaufscenter und dadurch finden viele Patienten mit Hautproblemen zu uns." Hier bietet die Apothekenkosmetik große Vorteile, weil viele Produktlinien ohne Parfüm und problematische Zusatzstoffe sind. "Ich bin stolz auf unser breites Pflegesortiment, das für jeden Hauttyp eine passende Pflegeserie parat hat und berate deshalb hier besonders gern."

"Ich war gerne Mama!"

Doris hat nicht immer Vollzeit gearbeitet. Als die beiden Töchter kamen, nahm sie sich eine Auszeit, stieg aber bald wieder stundenweise ein, um den Anschluss nicht zu verpassen. Auch in ihrer Mutterrolle als die Kinder aus dem Haus waren, wurde die Apotheke gleichzeitig Beruf und Hobby, sagt sie mit glänzenden Augen. "Man lernt immer noch so viel dazu. Das hat mich bei meinem Wiedereinstieg total motiviert."

"Bürokratie und Technik schrecken mich nicht ab!"
Und so lässt sich die 58-Jährige auch von den ständigen Änderungen im Krankenkassenwesen und den technischen Neuerungen in der Apotheke nicht abschrecken: "Da mein Chef immer offen für Neues ist, muss ich hier sehr flexibel sein." Und der Umgang mit schwierigen Kunden? Für Doris kein Problem. Das bringt sie nicht aus dem Tritt: "Ich bleib immer ganz ruhig und freundlich." Wenn sie vom Apothekenteam spricht, kommt Doris ins Schwärmen: "Ich arbeite mit so tollen Kolleginnen zusammen und unser Chef ist immer gut gelaunt." Das bekommen auch wir bei Interview und Fotoshooting mit. Hier stimmt die Chemie und alle freuen sich herzlich mit der fröhlichen Kollegin über ihren großen Auftritt.

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 10/2014

 

 

 

PTA des Monats September: Jacqueline Nicastro "Wir wollen unseren Kunden etwas bieten"

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Engagiert, zielstrebig, stressresistent – Jacqueline bringt die besten Voraussetzungen für eine Tätigkeit in der Apotheke mit. Da sie obendrein am liebsten im Team arbeitet, ist sie für die junge Mannschaft der Stern Apotheke im Kimry-Turm in Kornwestheim die ideale Ergänzung.

Das Labor ist fest in ihrer Hand, ohne Jacqueline läuft hier fast gar nichts. Sie prüft dort die Ausgangsstoffe, macht Gehaltsbestimmungen und kontrolliert die Verfallsdaten von Fertigarzneimitteln. Aber auch die Rezeptur ist ihr Ding. Meist sind es einfache Salben und Lösungen, aber neulich hatte sie eine harte Nuss zu knacken: Vom Arzt kam ein Rezeptur für Zäpfchen. Eine Salbe musste in 24 Hämotamps eingearbeitet werden. "Um eine hohe Wirkstoffkontinuität zu erzielen, konnte ich immer nur zwei Zäpfchen gleichzeitig aus einem Salbensachet herstellen. Da hatte ich ganz schön zu kämpfen." Denn durch das schwülwarme Wetter wurde die Hartfettmasse nicht fest. "Ich habe mehrere Tage gebraucht, zumal ich ja auch immer wieder im Handverkauf gebraucht wurde." Auch wenn das Labor ihr kleines Reich ist, der Umgang mit den Kunden ist ihr das Wichtigste. "Deshalb bin ich schließlich PTA geworden. Das liegt mir." Für die Probleme ihrer Kunden hat sie immer einoffenes Ohr. "Ich habe keine Hemmungen auch über schwierige Themen zu sprechen, schließlich sind wir dazu da, den Menschen zu helfen."

"Mein Lohn ist das positive Feedback vom Kunden"

Mit Begeisterung engagiert sich Jacqueline für ihre Kunden. Die meisten kommen regelmäßig aus dem umliegenden Wohngebiet, das Einkaufszentrum im Kimry-Turmzieht aber auch Laufkundschaft aus ganz Kornwestheim an. "Wir setzen uns dafür ein, dass unseren Kunden etwas geboten wird."

Einmal bekam die Apotheke über ein Pharmaunternehmen einen Massagestuhl zur Verfügung gestellt, ein anderes Mal fertigte ein Karikaturist von den Kunden Portraitbilder an. Auch bietet die Apotheke regelmäßig Verkostungsaktionen von Mineralstoffen oder Diätdrinks an. "So können die Kunden erst einmal alles probieren und müssen nicht die Katze im Sack kaufen." Solche Aktionen organisiert Jacqueline am liebsten im Team. Das junge, sechsköpfige Kollegium der Stern-Apotheke bespricht sich regelmäßig und überlegt, wie sie die Apotheke noch attraktiver für die Kunden gestalten können. "Ich finde es ganz wichtig, dass wir alle an einem Strang ziehen und jeder hinter der Aktion steht."

Bei einer Kundenumfrage, die die Apotheke durchführte, kam dann auch viel positive Resonanz: "Die Kunden bestätigten uns, dass wir sehr freundlich und kompetent wirken und auch die Gestaltung der Offizin gut ankommt. Das hat uns natürlich riesig gefreut." Regelmäßige Fortbildung und Firmenschulungen gehören für Jacquelineeinfach dazu. "Hier kann ich mich nicht nur fachlich weiterbilden, sondern bekomme auch Tipps, die den Alltag erleichtern und wie ich durch Gestik und Mimik besser auf den Kunden eingehen kann."
 
Auf frischer Tat ertappt

"Bei uns ist immer was los in der Apotheke. Einmal war ich sogar auf Verbrecherjagd." Ein Kunde hatte das Rezept eines Antiepileptikums vorgelegt. "In der Szene wird dieses Medikament genutzt, um die Wirkung von Drogen zu verlängern", klärt sie auf. Eine Rücksprache mit dem Arzt ergab, dass die Verordnung gefälscht war, aber der Betrüger hatte bereits das Weite gesucht. "Ich habe dann an alle Apotheken im Umkreis ein Fax mit der Täterbeschreibung und der Rezeptkopie geschickt." Der Täter konnte dank dieses Engagements in einer anderen Apotheke gefasst werden und Jacqueline musste ihn auf dem Polizeirevier identifizieren.

Und wie stellt Jacqueline sich ihr Berufsleben in zehn Jahren vor? "Ich bin gerne spontan und mache deshalb keine größeren Pläne für die Zukunft." In den nächsten Jahren möchte sie aber erst mal in der öffentlichen Apotheke bleiben und dort Erfahrung sammeln, um richtig sicher im Beruf zu werden. "Später würde ich aber auch gerne mal in den Außendienst wechseln." Dass sie dann viel unterwegs ist und unterschiedliche Apotheken kennenlernt, reizt Jacqueline an dieser Tätigkeit. "Dann muss man selbstbewusst agieren und gut reden können." Das kann sie ja eigentlich jetzt schon. 

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 09/2014

 

 

 

PTA des Monats August: Gina Lück: "Vielseitig sein, das macht mir Spaß"

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"Ich arbeite gerne in der Apotheke, weil immer was los ist", meint Gina, die 26-jährige PTA aus Frielendorf. "Jeder Kunde ist anders, und das gefällt mir." Beratung steht bei Gina ganz oben. "Ich bin erst zufrieden, wenn ich dem Kunden helfen konnte."

Wenn Gina etwas gefällt, ist sie sehr zielstrebig. Und Nomen est Omen. An der Herz-Apotheke in Frielendorf hängt sie sehr. "Ich habe hier schon mein Praktikum gemacht und wurde anschließend übernommen. In dieser Apotheke habe ich gelernt, dass es sich lohnt, PTA zu sein und dass man mit dem richtigen Engagement helfen kann!"

Gina hatte während der Ausbildung Bedenken, ob sie den Ansprüchen, die man als PTA erfüllen muss, gerecht wird. "Schaffe ich es, den Druck auszuhalten? Kann ich den Kunden ausreichend helfen? Kann ich mit der Verantwortung umgehen?" Doch durch die netten Kollegen und den Chef, der sein Team immer unterstützt, wusste Gina schnell: "PTA sein, das ist mein Ding." In der Apotheke hat Gina vielfältige Aufgaben. Am liebsten arbeitet sie in der Offizin, doch es gefällt ihr auch, wenn sie im Labor Rezepturen zubereitet oder Plausibilitätsprüfungen durchführt.

"Ich liebe kreativen Freiraum"

"Manchmal dekoriere ich auch das Schaufenster. Das macht Spaß. Natürlich berücksichtige ich die Materialien, die wir von der Industrie bekommen, aber trotzdem bleibt noch genug kreativer Freiraum." Kreativ ist Gina, das sieht man ihr an. Und es sind nicht nur die roten Haare, die ihr dieses Image verleihen. "Bei der Kleidung kann ich nicht ins Extreme fallen. Das passt nicht in die Apotheke und außerdem tragen wir ja immer weiße Kittel. Da ist es mir dann allerdings wichtig, dass ich nicht steril oder steif wirke. Ich verhindere das, indem ich den Kunden mit Namen begrüße – wir haben viele Stammkunden – und indem ich auf einer Ebene mit ihm spreche. Nicht oberlehrerhaft, sondern verständnisvoll."

Einmal, ganz am Anfang ihrer beruflichen Karriere, hat das nicht geklappt. Gina erinnert sich ganz genau an die Szene: "Es war Samstag, ein Kunde betrat die Apotheke, und ich erkannte ihn nicht sofort. Da ich seinen Namen nicht wusste, fand ich das Rezept nicht gleich. Ich musste nachfragen. Da war der Kunde sehr ungehalten. Als der Chef nach vorne kam, brüllte der Mann: ‚So schlecht wurde ich noch nie behandelt!‘"

Gina war total geknickt, weil sie die ganze Zeit über sehr höflich war. Sie hatte lediglich den Namen des Kunden nicht gewusst. Das Wochenende war getrübt. Doch dann, in der kommenden Woche geschah dann etwas völlig unerwartetes: Der Mann betrat erneut die Apotheke, grüßte Gina und entschuldigte sich ganz offiziell. "Das war eine tolle Erfahrung. Heute ist er einer meiner Lieblingskunden."

Positives Feedback tut gut

Gina freut sich immer, wenn Kunden ihr positives Feedback geben. "Einer meiner Fans beispielsweise ist eine ältere Dame. Sie lässt sich nur von mir bedienen und ich freue mich immer, wenn sie kommt und speziell nach mir fragt. An Weihnachten schenkt sie mir sogar Pralinen. Das ist für mich etwas sehr Besonderes."

Gina liebt es auch, wenn sie in Frielendorf unterwegs ist und die Leute sie mit Namen ansprechen. "Dann fühlt man sich einfach wohl. Ich empfinde das wie eine Art Wertschätzung." "Die erfahren wir aber auch von unserem Chef. In Sachen Fort- und Weiterbildung werden wir immer unterstützt. So konnte ich in Offenbach beim Hessischen Apotheker Verband an einer Weiterbildung zur Fachkosmetikberaterin teilnehmen. Die Schulung ging insgesamt über sechs Tage und endete mit einer Abschlussprüfung. Mir hat das viel für die Beratung gebracht."

Gina berät häufig Kunden mit extrem trockener Haut. "Bei rein kosmetischen Problemen sind wir für unsere Kunden die erste Anlaufstelle, bei Krankheitsbildern wie Neurodermitis oder Rosaceae schicken wir die Kunden zunächst zum Hautarzt. Dann beraten wir unterstützend. Es ist wichtig, dass man hier die Abgrenzung zur Selbstmedikation sieht." "Als nächstes Fortbildungstool wünsche ich mir eine phythotherapeutische Weiterbildung, das ist ein wichtiges Apothekenthema, das ich für die tägliche Beratung brauche."

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 08/2014

 

 

 

PTA des Monats Juli: Tamara Sababha: "Der Reinraum ist mein Paradies!"

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Tamara Sababha hat in der Central-Apotheke in Steinbach ihren Traumjob gefunden. Dort werden nicht nur Salben, Cremes, Kapseln, Tropfen und Lösungen in größerem Umfang hergestellt, auch Parenteralia, wie Zytostatika, sind dabei. Dazu muss man besondere Hygienevorschriften einhalten, ebenso wie bei der Verblisterung von Medikamenten für das Altenheim, was Tamara am meisten Spaß macht.  

Seit Dezember 2012 freut sie sich jeden Tag aufs Neue auf die Arbeit. "Ich habe vorher im Hauptbahnhof in einer großen Apotheke gearbeitet, da war ich nur im Verkauf. Jetzt bin ich nur noch selten in der Offizin. Ich dachte, ich vermisse das, was überhaupt nicht der Fall ist. Unser Reinraumteam – wir sind insgesamt neun Kollegen in diesem Ressort – trägt dazu neben den spannenden Aufgaben natürlich auch viel bei." Wenn man die Central-Apotheke betritt, denkt man, man würde eine Landapotheke betreten. Doch geht man durch die Offizin nach hinten, befindet man sich in einer "Arzneimittelfabrik". Eine riesengroße Halle dient als Lagerraum. Darin stehen mehrere Kommissionierautomaten, die die Medikamente einsortieren und bei Bedarf wieder auswerfen. "Wir brauchen das, schließlich beliefern wir nicht nur die Filialapotheken, sondern auch zehn Altenheime und einige Arztpraxen in Frankfurt und im Main-Taunus- Kreis." Tamara selbst betreut eines der zehn Altenheime. "Damit ist man ausgelastet, es kommen ja häufig Änderungen des Medikationsplanes rein, und dann heißt es: zusätzlich verblistern."  

Beim Verblistern ist Reinraumklasse 1 erforderlich!

Die Arbeit von Tamara ist gut strukturiert: Sie arbeitet zwei Tage im Reinraum, und drei Tage im Büro. Im Reinraum, wo die Medikamente gestellt und verblistert werden, liegt die Reinraumklasse 1 vor. Das heißt, die Arbeitsbedingungen sind nicht steril, aber Mundschutz, Haube, Kittel und Arbeitshandschuhe sind erforderlich. Der Eingang in den Reinraum erfolgt durch eine Schleuse, wo vorher die Hände desinfiziert werden, spezielle Socken und auch spezielle Arbeitsschuhe angezogen werden. "An den Mundschutz muss man sich erst einmal gewöhnen, das ist sehr heiß. Die Atemluft heizt richtig ein, Brillenträger stehen dann sozusagen im Nebel." Dennoch sei die Arbeit sehr spannend.

Regelmäßige Stationsbesuche im Altenheim sind wichtig

"Da wir ja auch die Bewohner und ihre Betreuer im Altenheim kennen, hat man, wenn man die entsprechenden Medikamente stellt, einen Bezug. So weiß ich, wie wichtig es ist, dass bei unseren Blistern Datum, Wochentag und Uhrzeit vermerkt sind." "An den Bürotagen nehme ich dann die Medikationspläne entgegen, nicht nur für mein Altenheim, auch für die anderen Kollegen. Und einen Tag in der Woche bin ich nur mit Heimpflege und Abverkauf bzw. Bedrucken der Rezepte beschäftigt." Tamara hat in der Central-Apotheke 55 Kollegen, wenn der jährliche Betriebsausflug ansteht, nehmen auch die Filialapotheken teil. "Dann sind wir insgesamt 145 Leute. Nächstes Jahr feiern wir unser 15. Firmenjubiläum, da steht dann etwas Besonderes an. Wenn die Arbeit honoriert wird, arbeitet man wirklich gerne!"

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 07/2014

 

 

 

PTA des Monats Juni: Susan Seelmann: "Ausgleich ist wichtig"

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Susan Seelmann liebt ihren Beruf als PTA, doch sie weiß auch, wie wichtig es ist, nach der Arbeit abzuschalten, um am nächsten Tag wieder energiegeladen durchzustarten. Dabei helfen ihr das Motorradfahren und der Aufenhalt in der Natur mit ihrem Hund.

Susan kommt aus Franken. Aufgewachsen ist sie in der Nähe von Bamberg mit vier Geschwistern, wobei sie die zweitälteste ist. Ein Job in der Apotheke war immer ihr Traum gewesen, da sie unbedingt im Gesundheitswesen tätig sein wollte. "Als Leistungssportlerin im Geräteturnen setzte ich mich schon als Kind mit dieser Thematik auseinander, die mittlerweile den ganzen Lebensablauf bestimmt. Und so beschloss ich nach dem Abitur eine Ausbildung als PTA zu machen. Ursprünglich wollte ich damit die Wartezeit für einen Studienplatz überbrücken, aber jetzt bin ich stolz, PTA zu sein. Diesen Status möchte ich nicht mehr gegen ein Leben als Studentin eintauschen", so die 25-Jährige. Tapetenwechsel Nach ihrer PTA-Ausbildung suchte Susan zunächst nach einem Tapetenwechsel und bewarb sich deutschlandweit. "Die verschiedenen Berufsmöglichkeiten an verschiedenen Standorten auf der ganzen Welt sind ein echter Vorteil an unserem Beruf." Schließlich fiel die Wahl auf Gießen. "Ich musste dringend weg von zu Hause, um auf eigenen Beinen zu stehen, obwohl ich meine Familie sehr vermisse." "Freunde habe ich schnell gefunden durchs Motorradfahren." Das ist Susans große Leidenschaft. Sie fährt eine Yamaha R6, die auf freier Autobahn bis zu 270 km/h beschleunigt werden kann. Liebe statt Diesel Durch das Motorrad lernte Susan auch ihren Freund kennen. "Es war an der Tankstelle, wobei ich an der Zapfsäule gegenüber einen anderen Motorradfahrer davon abhielt, Diesel in sein Motorrad zu tanken, und so lernten wir uns kennen." Kurze Zeit später zog Susan aufs Land nach Mücke Nieder-Ohmen. "Zum einen wollte ich näher bei meinem Freund wohnen, zum anderen war es schon immer mein Traum, ganz nah bei meiner Arbeitsstätte und umgeben von möglichst viel Natur zu wohnen." Und so ging für Susan ein weiterer Wunsch in Erfüllung. Seit vier Monaten arbeitet sie in der O1 Apotheke, der Filialapotheke der bekannten Ohm- Apotheke, in Mücke. "Als kleine Landapotheke haben wir viele Stammkunden, die wir auch meistens persönlich kennen, was ein familiäres Umfeld schafft. Meine Chefin Susanne Müller und ich arbeiten als Zwei-Mann-Apotheke, wodurch jeder in jedem Aufgabenfeld gefordert ist. Dadurch hat man einen abwechslungreichen Alltag, angefangen von der Bestellung bis zur Beratung und zur Rezeptur." Die O1 Apotheke ist eine zertifizierte babyfreundliche Apotheke. "Das ist für uns wichtig, denn so zählen neben den Senioren auch viele junge Mütter zu unseren Kunden."

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 06/2014

 

 

 

PTA des Monats Mai: Nina Adler: "Mich bringt nichts aus der Ruhe!"

Foto: PTA PROFESSIONAL

Wenn Nina ihre Kunden berät, nimmt sie sich Zeit, denn ein hektisches Gespräch führt hier nicht ans Ziel. "Jeder, der meinen Rat sucht, hat es verdient, dass ich ihm aufmerksam zuhöre."

Nina ist zierlich, aber nicht zerbrechlich. Sie weiß, was sie will und verfolgt ihre Ziele mit Entschlossenheit und Ausdauer.

"Was ich heute nicht erreiche, schaffe ich morgen!"

Wenn man mit ihr spricht, glaubt man, dass sie niemals nervös wird, wenn etwas auf Anhieb nicht klappt. Und in der Tat ist es so. "Stress atme ich meistens weg, dann geht es mir gleich besser." Diesen Trick nutzt Nina beispielsweise, wenn die Kunden am Abend Schlange stehen und die letzten in der Reihe am Quängeln sind. "Wenn dann noch ein unzufriedener Kunde dabei ist, bleibe ich besonders gelassen und lächle ihn an. Einer Diskussion beispielsweise über die Rabattverträge gehe ich dann möglichst aus dem Weg. Das funktioniert meistens, wenn man sachlich bleibt, aber Verständnis zeigt." Nina arbeitet in der Rhein-Neckar-Apotheke in Viernheim. Die Apotheke ist eine Center- Apotheke und dementsprechend ist abends ab 18 Uhr immer viel los. "Wir haben viel Laufkundschaft, aber auch Stammkunden, darauf sind wir als Team sehr stolz." Mit sechs PTA, vier Apothekern und einer PKA stellt die Rhein-Neckar-Apotheke einiges auf die Beine. Verkaufsaktionen beispielsweise im Kosmetikbereich, bei denen die Kunden auch eine Hautanalyse durchführen können und dann individuell zu für sie geeigneten Pflegeprodukten beraten werden. "Wir haben wirklich ein tolles Team und einen tollen Chef. Aber wir stellen auch hohe Ansprüche an uns. So haben wir eine Beratungsfunktion, wir sind keine Kassierer an der Supermarktkasse, auch wenn wir in einem Einkaufszentrum arbeiten."

"Wir sind stolz auf unsere Beratungsleistung!"

Nina arbeitet seit elf Jahren in der Rhein- Neckar-Apotheke. Es ist die Apotheke ihres Onkels und schon als sie noch Schülerin war, hat sie in den Ferien dort ausgeholfen. "Mir hat der Beruf von Anfang an gefallen, weil er so vielfältig ist. Ich berate gerne, bin aber auch gerne im Labor oder der Rezeptur. Es wird nie langweilig und man kann sehr flexibel mit seinen Arbeitszeiten umgehen. Außerdem kann man sich spezialisieren und das habe ich vor acht Jahren getan!" Nina engagiert sich insbesondere für das Kosmetiksortiment der Apotheke. "Da mache ich alles. Ich überlege beispielsweise, welche Produkte zu unseren Kunden passen und kaufe dann entsprechend ein. Neben der Bestellung kümmere ich mich auch um die Dekoration, organisiere Promotion-Veranstaltungen mit externen Kosmetikerinnen und berate natürlich auch die Kunden, egal ob zum Thema Antiaging oder Basispflege bei Neurodermitis." Nina kümmert sich aber auch um andere Verkaufsaktionen, beispielsweie zum Thema Abnehmen. "Ich freue mich immer besonders, wenn wir mit den Kunden dann zu dem beworbenen Thema ins Gespräch kommen und wenn wir so helfen können."

Feedback tut gut!

"Und besonders toll ist es natürlich, wenn ich Feedback dazu bekomme. Ich habe beispielsweise einmal einen Eisgutschein bekommen, weil ich einer Dame mit Kreislaufproblemen helfen konnte. Es gab auch schon mal Blumen. In diesem Fall schlug das empfohlene Erkältungsmittel gut an und der Kunde konnte eine Einladung am Wochende annehmen, die er längst abgeschrieben hatte." 

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 05/2014

 

 

 

PTA des Monats April: Wahiba Maouzi – sie kann begeistern!

Foto: PTA PROFESSIONAL

Wenn man die Engel Apotheke am Rathaus in Kassel betritt, sieht man PTA und Apotheker in Beratungsgesprächen. Die dunkelhaarige Frau links außen fällt allerdings aus dem Rahmen. Sie gestikuliert lebhaft und klopft den Senioren auf die Schulter. Es ist "Mausi" – so wird sie von den meisten genannt.

Wenn "Mausi" berät, dann mit Leib und Seele. Obwohl die Apotheke im Stadtzentrum von Kassel liegt, kommen unzählige Stammkunden. Kein Wunder, die Apotheke gibt es seit 175 Jahren, im März 2007 wurde sie von Dr. Müller-Rebstein übernommen, einem Chef, von dem "Mausi" begeistert ist. Aber es ist nicht nur ein besonderer Chef, sondern auch das ganze Team der Engel Apotheke am Rathaus begeistert die lebhafte PTA.

"Ich halte Fort- und Weiterbildung für sehr wichtig und mein Chef unterstützt mich dabei sehr. So fahre ich regelmäßig zum Pharmaziekongress nach Berlin, was mein Chef finanziell unterstützt. Das ist nicht selbstverständlich."

Titelfotoshooting – ein Herzenswunsch erfüllt sich

"In diesem Jahr war der Kongress besonders aufregend für mich. Ich lief über die Messe und wurde angesprochen, ob ich mich als Model für das Titelfotoshooting von PTA PROFESSIONAL bewerben wollte. Das war mein Herzenswunsch und ich gab mein Bestes. Als dann der Anruf kam, war ich ganz aus dem Häuschen", berichtet Wahiba immer noch ganz aufgeregt.

"Meine Kollegen, meine Familie und natürlich auch die Kunden freuten sich mit mir." So ist es kein Zufall, dass während der Fotoaufnahmen im HV-Bereich viele neugierige Kundenblicke auf Wahiba haften. "Ist dies das Fotoshooting von dem Sie mir erzählt haben? Wow!", so ein älterer Herr, ein Stammkunde von Wahiba.

"Mit vielen Kunden bin ich auch befreundet. Das hat sich so ergeben. Da kam beispielsweise eines abends ein Paar, das unter Husten litt. Sie sagten mir, das käme vom Tanzen und Schwitzen. Da wurde ich neugierig. Salsa war ihre Leidenschaft und sie begeisterten mich so, dass wir diesen Tanzkurs jetzt gemeinsam belegen."

Familie ist wichtig

Wahiba ist ein fröhlicher und lustiger Mensch, das hat sie von ihrer Mutter, wie sie sagt. Sie ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, doch ihre Wurzeln stammen aus Marokko, wo sie regelmäßig ihren Urlaub verbringt. "Wenn ich bei meiner Oma bin, treffe ich Verwandte, die ich manchmal zum ersten Mal sehe. Ich habe 24 Onkel und Tanten und entsprechend zahlreiche Cousins und Cousinen." Wahiba lebt mit ihrem Vater zusammen und die Familie ist ihr sehr wichtig. "Wir halten alle zusammen." Genauso wichtig sind ihr auch ihre Freunde.

"Ich babbel gerne"

Wenn man Wahiba nach ihren persönlichen Stärken fragt, muss sie nicht lang überlegen. "Ich kann reden wie ein Wasserfall. Deshalb übernehme ich auch gerne unsere Babbelkunden. Wenn die aus ihrem Leben erzählen, kann ich mit meinen Geschichten aus Marokko immer noch eins draufsetzen."

Wahiba ruht sich offensichtlich nie aus. Ihr nächstes Ziel: eine Ausbildung als Kosmetikerin. Ihr Chef wird das finanziell unterstützen. Kein Wunder, denn in der Apotheke gibt es eine Eigenmarke. Gemäß Hauttypanalyse bekommt jede Kundin und jeder Kunde eine ganz persönlich geeignete Creme angefertigt. "Unsere Antiaging-Produkte enthalten beispielsweise bis zu 40 Prozent Hyaluronsäure, das wirkt natürlich super." Und: "Ich finde Kosmetikberatung besonders spannend, weil man durch Pflege und Schminken viel optimieren kann!"

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 04/2014

 

 

 

PTA des Monats März: Thekla von Eiff: "Lachen gehört bei mir zum Job!"

Foto: PTA PROFESSIONAL

Es ist selten, wenn jemand so herzhaft lachen kann. Thekla hat diese besondere Fähigkeit. Ihre positive Ausstrahlung steckt an und man fühlt sich wohl in ihrer Nähe. Das Besondere: Thekla wirkt auch durchs Telefon!

"Bereits beim ersten Telefonat mit Thekla fiel mir auf, dass sie sehr offen ist und auch sehr gerne lacht, ideale Voraussetzungen für den Beruf PTA", so Chefredakteurin der PTA PROFESSIONAL und Apothekerin Elke Engels.

Den außergewöhnlichen Namen entdeckten ihre Eltern auf einem Kalenderblatt bei der Großmutter. Sie waren sofort begeistert. Ein Zufall, aber Thekla liebt ihren Namen. Kein Wunder, Thekla wird abgeleitet vom Altgriechischen "theos“" (Gott) und "kleos" (Ruhm). Das bedeutet demnach "Ruhm Gottes".

Sie hat eine Rezeptfälscherin überführt

Und: Nomen est Omen. Thekla hat schon maßgeblich bei der Überführung einer Rezeptfälscherin mitgeholfen. "Eines Tages kam eine Dame, etwa Ende 40, zu uns in die Apotheke. Sie hatte ein Privatrezept mit einem starken Beruhigungsmittel. Das wäre nicht außergewöhnlich gewesen, aber kurz zuvor hatte uns eine Apotheke aus Hanau informiert, dass eine Rezeptfälscherin umgeht."

Das Medikament musste bestellt werden und die Dame willigte ein, wieder zu kommen. "Das war erstaunlich, denn Rezeptfälscher sind normalerweise nicht so leichtsinnig. Wir alarmierten trotzdem die Polizei, die zum Zeitpunkt der Abholung eigentlich schon vor Ort sein sollte."

Das waren die Beamten aber nicht, also hat Thekla die Kundin noch mal um 30 Minuten vertröstet. Endlich traf die Kripo ein. Als die Kundin wiederkam, ging es darum, dass Thekla sie dazu brachte, zu bestätigen, dass das Rezept von ihr sei und dass sie das Medikament haben möchte. Der Tatbestand musste offensichtlich sein. "Das war für mich eine ungewohnte Situation, aber letztlich wurde die Frau überführt." Man brachte sie mit Handschellen aus der Apotheke. Die anderen Kunden waren ganz ängstlich.

Doch Thekla verliert nie ihren Humor. "Ein Kunde wollte anschließend ganz verunsichert einen Tee kaufen. Ich sagte ihm, dass es den auch ohne Handschellen gibt. Wir haben beide gelacht!"

Beratung und Rezeptur – da ist sie in ihrem Element!

Das Team, mit dem Thekla zusammen arbeitet, ist sehr groß. In der Löwen Apotheke, die der Linda Apothekenkooperation angehört, arbeiten 20 Mitarbeiter und der Verkaufsraum ist riesig. "Pro Tag besuchen uns 300 bis 350 Kunden, das ist schon eine ganze Menge." Doch trotz dieser immensen Anforderung, das Team arbeitet gut zusammen. "Ich arbeite sehr gerne in dieser Apotheke. Ich bin nicht nur im HV tätig, häufig auch im Labor."

Wenn Thekla ungestört Rezepturen herstellen kann, ist sie in ihrem Element. Sie berät aber auch gerne, wobei ihre Schwerpunkte bei Diabetes, Ernährung und Diät liegen.

Neben der Liebe zu Schottland liebt Thekla auch den Sport zum Ausgleich. Sie geht regelmäßig joggen, das macht den Kopf frei. Und wenn sie danach noch fit ist, liest sie gerne. Vom Thriller bis hin zum Historienroman – ihre Interessen sind sehr vielseitig.

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 03/2014

 

 

 

PTA des Monats Februar: Regina Maljarovskij: "Träume wurden wahr!"

Foto: PTA PROFESSIONAL

"Ich hätte nie gedacht, dass Arbeiten so viel Spaß macht! PTA sein ist mein Traumjob!" Als Regina vor zwei Jahren die Daimler-Apotheke betrat, um sich zu bewerben, wusste sie sofort, dass sie das große Los gezogen hatte. Dass sich sehr bald danach ihr ganzes Leben verändern würde, das konnte sie nicht ahnen.

Die gebürtige Rheinland-Pfälzerin absolvierte ihre Ausbidlung als PTA in Erfurt. "Ich habe eine schöne Zeit dort verbracht, allerdings war es weit weg von zu Hause, so dass ich mit 16 Jahren schon bei meinen Eltern ausgezogen bin." Mit "zu Hause" meint sie Zell an der Mosel, ein kleiner idyllischer Weinort, in dem jeder jeden kennt.

Angst vor dem Neuanfang? Diese Frage hat sich für Regina nie gestellt. "Ich war neugierig auf die ‚neue Welt‘ in Erfurt. Ich wollte etwas Neues erleben! Wovor hätte ich Angst haben sollen?" Was Regina ausmacht ist ein gesundes Selbstvertrauen, eine gute Portion Optimismus und vor allen ein außergewöhnliches Bauchgefühl, auf das sie auch hört. "Ich habe mich in vielen Apotheken beworben, aber als ich die Daimler-Apotheke in Wiesbaden betrat und meine jetzige Chefin Martina Middel kennenlernte, wusste ich, dass ich hierhin gehöre. Das ‚Wow‘-Gefühl hält noch heute an. Dazu tragen vor allem meine supernetten Kolleginnen bei."

"Wir helfen uns gegenseitig und halten zusammmen. Auch wenn ich die jüngste im Team bin, ich werde immer für voll genommen. So macht das Arbeiten einfach großen Spaß.“ Die Daimler-Apotheke besteht bereits seit 1971 und viele Stammkunden gehen dort ein und aus. Zwei Apothekerinnen, zwei PKA und Regina als PTA kümmern sich mit viel Engagement um die Ratsuchenden. „Am liebsten arbeite ich im HV, ich bin aber auch gerne in der Rezeptur. Wir stellen vieles dort individuell für die Patienten her, nicht nur Cremes und Salben, auch Kapseln.“

Viel Abwechslung im Alltag – das macht es aus!

Regina liebt ihren Beruf vor allem, weil jeder Tag anders ist. "Als PTA habe ich noch niemals einen langweiligen Arbeitstag erlebt. Und ganz besonders stolz bin ich, wenn ich jemanden gut beraten habe und derjenige mir das dann auch zeigt. Unsere Kunden machen das, und das spornt uns alle an."

Es war Liebe auf den ersten Blick

Doch wie hat nun die Daimler-Apotheke Reginas Leben nachhaltig verändert? Es begann im nahe gelegenen Supermarkt zwei Straßen weiter. Regina, die ursprünglich Vegetarierin war, verbrachte dort häufig einen Teil ihrer Mittagspause, um einzukaufen. Ausgerechnet an der Fleischertheke stand er dann, der Mann, der Regina gleich am ersten Tag ins Auge sprang. „Ich wusste sofort, der ist der Richtige!“ Doch was sollte Regina nun tun? Als Vegetarierin konnte sie schlecht Wurst kaufen. „Ausgerechnet in einen Metzger musste ich mich verlieben! Also ging ich bei jedem Einkauf mehrmals an der Fleischtheke vorbei, bis er mich bemerkte und eines Tages an der Kasse hinter mir
stand. Wir kamen ins Gespräch und heute sind wir ein Paar.“

"Auf mein Bauchgefühl kann ich mich immer verlassen!"

"Bei uns geht alles sehr schnell. Wir sind bereits vier Wochen nach dem Kennenlernen zusammengezogen und wir werden dieses Jahr heiraten!" Regina strahlt und ist sich sicher, dass das der Mann ihres Lebens ist. Und "weil er es wert ist", hat Regina Fleisch und Wurst wieder in den Speiseplan aufgenommen.

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 02/2014

 

 

 

PTA des Monats Januar: Christin Aderhold: "Ich liebe Apothekengeruch!"

Foto: PTA PROFESSIONAL

Manche Menschen sind vor allem visuell orientiert, bei ihnen werden Erinnerungen in Bildern abgespeichert. Andere verbinden positive Situationen mit bestimmten Geräuschen, und wieder andere nehmen Gerüche besonders wahr. Zu dieser Gruppe zählt Christin.

Wenn sie eine Apotheke betritt, ist sie betört vom Geruch. Christin hat eine ausgeprägte olfaktorische Wahrnehmung. Bei einem Schulpraktikum in einer Apotheke im Nachbarort war ihr schnell klar: In dieser Geruchswelt möchte ich mehr Zeit verbringen, hier fühle ich mich wohl. Und so kam es, dass sie eine Ausbildung als PTA absolvierte. Die 32-Jährige arbeitet seit zehn Jahren in der Südharz Apotheke in Walkenried. "Unser Team ist toll, wir haben ein freundschaftliches Verhältnis. Wir teilen auch private Sorgen, das ist außergewöhnlich unter Kollegen."

Nah am Kunden

"Meine Arbeit macht mir großen Spaß, besonders der Kontakt mit den Kunden. Ich messe auch gerne Kompressionsstrümpfe an und berate die Kunden. Bei uns auf dem Land sind die Menschen sehr dankbar für eine persönliche Beratung." Wenn die Kunden zufrieden sind, dann ist auch Christin mit sich im Einklang. "Kürzlich habe ich einen Kunden mit Verdauungsproblemen beraten, der war so glücklich, dass er wieder kam und sich bedankt hat. Viele Kunden bringen uns auch kleine Geschenke. Eine Anerkennung, und wenn es auch nur eine Geste ist, tut immer gut und motiviert!"

Eine Frau mit Biss

Christin strahlt sehr viel Stärke und Zuversicht aus, obwohl sie es als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern (5 und 11 Jahre alt) nicht immer einfach hat. "Meine Kinder geben mir so viel, da wird man nicht müde! Wenn man viel um die Ohren hat, nimmt man sich keine oder zu wenig Zeit für Sport, und dann wandert der Zeiger der Waage allmählich nach oben. Und irgendwann war die Grenze erreicht. Durch Sport und Ernährungsumstellung habe ich bis heute 21 Kilogramm abgenommen. Die letzten drei bis fünf Kilogramm schaffe ich auch noch, ich fühle mich einfach wohler und durch den Sport sind Sünden auch erlaubt. Mein Geheimrezept ist Hanteltraining, Bodypump und zweimal pro Woche Lauftraining."

Christin hat noch eine zweite Leidenschaft. "Wenn ich abends die Kinder ins Bett gebracht habe, setze ich mich nicht vor den Fernseher. Ich lese, beispielsweise Nicholas Sparks: ‚Wie ein Licht in der Nacht‘. Dabei kann ich super abschalten. Es sind die kleinen Dinge im Alltag, die mich zufrieden machen!"

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 01/2014

 

 

 

PTA des Monats Dezember: Mareen Volbert: Es begann in der Schule!

Foto: PTA PROFESSIONAL

Ein Schulpraktikum in einer Apotheke in der 8. Klasse begeisterte Mareen so sehr, dass sie nur noch ein Ziel hatte: Sie wollte PTA werden! Mareen arbeitet seit sieben Jahren in einer Dorf-Apotheke in Reken. Die heute 27-jährige ist immer noch begeistert von Ihrem Beruf.

"Ich wusste es damals in der Schule sofort: Meine Welt ist die Apotheke. Und das ist bis heute so geblieben." In der Dorf-Apotheke gibt es zwei Angestellte neben der Chefin. "Die PTA übernehmen alle Aufgaben, auch die der PKA. Jeder macht alles, so dass wir uns auch im Krankheitsfall gut vertreten können."

Mareen berät am liebsten die Kunden, doch sie arbeitet auch gerne in der Rezeptur. "Wir sind ein so tolles Team, bei uns wird viel gelacht. Und deshalb sind auch die unangenehmen bürokratischen Aufgaben, die wir durch das QMS aufgebürdet bekommen, nicht so belastend." Mareens Meinung nach ist das QMS langfristig gesehen sicherlich sinnvoll. "Bis allerdings die neuen Strukturen Routine geworden sind, ist es eher lästig."

Wir nehmen uns die Zeit!

Mareen interessiert sich ganz besonders für Homöopathie und Naturheilkunde. "Ich habe eine einjährige zertifizierte Ausbildung der Stiftung Homöopathie Zertifikat gemacht, und es hat sich gelohnt. Wir beraten sehr intensiv zu Schüßler Salzen und zu homöopathischen Produkten."

"Wir nehmen uns aber auch Zeit für die Kunden. Eine homöopathische oder biochemische Beratung nimmt 20 Minuten im Beratungsraum in Anspruch. Da ist
man ungestört und kann beispielsweise das passende Komplexmittel oder das richtige Homöopathikum finden. Auch die Schüßler Salze brauchen Zeit bei der Empfehlung. Wir stellen individuelle Kuren zusammen. Unsere Kunden nehmen das sehr gerne an!"

Nicht nur der Strumpf, auch das Tragen ist wichtig

Ein weiteres Schwerpunktthema in Mareens Apotheke ist das Anpassen von Kompressionsstrümpfen. Auch dafür hat sie eine Zusatzausbildung absolviert. "Wir sagen den Kunden auch, wie wichtig das regelmäßige Tragen ist. Wir erklären ihnen die richtige Handhabung, wie man die Strümpfe an- und auszieht und wie man sie wäscht." All das braucht viel Zeit, doch in der Dorf-Apotheke in Reken ist das ein Kundenbindungsinstrument. "Unsere Kunden sind uns treu, weil wir Ihnen Zeit und Aufmerksamkeit schenken." Ganz besonders stolz ist Mareen, wenn Kunden nach ihrem Namen Fragen. "Ich finde es auch wichtig, dass wir weiße Kittel mit Namensschild tragen, das strahlt Kompetenz aus."

Die Schüßler Salz Produktion: ein Highlight für Mareen "Das Fotoshooting fand ich klasse. Als die Zusage kam, war ich ganz aus dem Häuschen. Und dann kam der große Tag. Wie würde ich aussehen? Wie werde ich geschminkt? Bin ich überhaupt hübsch genug?" All diese Ängste und Bedenken waren überflüssig. "Die Visagistin hat mich auf ganz natürliche Weise geschminkt. Ich war Ich, das fand ich toll. Ebenso wie die Stimmung. Ich kannte ja die anderen Titelkandidaten gar nicht. Aber wir waren gleich vertraut."

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 10/2013

 

 

 

PTA des Monats November: Oliver Coordes: seit 18 Jahren PTA!

Foto: PTA PROFESSIONAL

Oliver Coordes war einer der ersten männlichen PTA, die in Deutschland an den Berufsstart gingen. Kein Wunder, denn damit hat er seinen Traumjob gefunden. Wer ihn kennenlernt spürt schnell den Funken überspringen. Fachliche Kompetenz, Begeisterungsfähigkeit und Kreativität zählen zu seinen besonderen Stärken.

Oliver ist nicht nur äußerst kompetent in Sachen Beratung, er ist auch Teamplayer und Kumpel, und darüber hinaus über die Maßen kreativ. Er ist der Mann, der in seiner Apotheke beispielsweise die Verkaufsaktionen organisiert. Er gestaltet auch die dazu gehörende Schaufensterdekoration. "In der Apotheke bin ich immer sehr kreativ, wobei mein Motto "Weniger ist Mehr" bei unseren Kunden gut ankommt. Manchmal arbeite ich beispielsweise mit Schwarz/Weiß-Effekten, die nur durch Schmuck aufgepeppt werden.Die Deko stimme ich dann auch auf die Werbeflyer ab, und der Einkauf muss ebenso den beworbenen Indikationen gerecht werden."

Oliver ist PTA aus Leidenschaft, sein Einstieg in der Apotheke kam durch seine Mutter. „Meine Mutter hat als Reinigungskraft in einer Apotheke gearbeitet. Manchmal war ich dabei, und ich fand es toll. So wusste ich sehr schnell, dass ich einen pharmazeutischen Beruf ausüben wollte.“ Oliver machte zunächst eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann. Doch der Wunsch in der Apotheke zu arbeiten, war immer präsent. Die Berufsberatung empfahl ihm eine Ausbildung als PTA zu absolvieren. Und dann startete Oliver durch. Er wollte sich spezialisieren und bat seinen damaligen Chef um Unterstützung für eine Weiterbildung zum Fach-PTA.

Fach-PTA für Dermopharmazie

"Beratung am Kunden, das ist einfach was Besonderes. Deshalb engagiere ich mich auch immer für Fort- und Weiterbildung." Oliver ist beispielsweise Fach-PTA für Dermopharmazie. "Menschen mit Hautproblemen haben einen hohen Leidensdruck. Hier bin ich stolz, wenn ich durch meine Beratungsleistung helfen kann." Aber er kennt sich durch seine kaufmännische Ausbildung auch im Einkauf aus, was gerade bei Verkaufsaktionen wichtig ist. "Wenn man etwas bewirbt, muss der Bestand stimmen. Und wenn viele Stammkunden sich für das Thema interessieren, kann man durch die Abnahme größerer Mengen Preisvorteile anbieten."

Oliver arbeitet in Bad Zwischenahn in der Mühlen-Apotheke. "Unser Team besteht aus 25 Leuten verteilt über zwei Apotheken. Wir haben eine große und attraktive Freiwahl, das ist unsere Stärke."

Und neben der Arbeit? Gibt es da noch etwas? "Für meinen Ausgleich gehe ich ins Fitnessstudio, und wenn es passt, fahre ich auch gerne Inliner. Ich liebe ebenfalls die Musik, besuche gerne Konzerte und Musicals. Aber mein außergewöhnlichstes Hobby ist das Bügeln – für viele kaum zu glauben." Oliver kann sich beim Bügeln mit laufener Musik im Hintergrund wunderbar entspannen. Ein Bügelmarathon von drei bis vier Stunden ist hier nichts Außergewöhnliches.

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 10/2013

 

 

 

PTA des Monats Oktober: Selma Sibic - wollte schon als Kind PTA werden!

Foto: PTA PROFESSIONAL

Schon in ihrer Kindheit träumte Selma davon, PTA zu werden. Seit 2006 ist ihr Wunsch Realität geworden. Und mehr als das: Sie ist Chef-PTA in der Kastanien Apotheke in Bingen und damit Ansprechpartner und Vermittler zwischen Angestellten und Vorgesetzten.

Selma ist in Deutschland aufgewachsen. Die Eltern der heute 26-Jähringen kamen vor 40 Jahren aus dem ehemaligen Jugoslavien, heute Bosnien, nach Baden-Württemberg. Selma lebt heute in Scheer an der Donau und ist sehr familienverbunden.

Kein Wunder, sie hat noch zwei Brüder und eine Schwester, da gibt es viel zu erzählen. Auch die Nähe zu Ihrer Mutter ist Selma sehr wichtig. Bald möchte Selma eine eigene Familie gründen. Ein Haus gibt es bereits und auch einen Traumprinzen. "Alles zu seiner Zeit" sagt Selma, die trotz ihrer zahlreichen Aktivitäten einen enorme Ruhe ausstrahlt.

Gut Zuhören

Das Außergewöhnliche bei ihr: Sie analysiert zunächst eine Situation, hört erst einmal zu und stellt sich dann auf das Gegenüber ein. Sie drängelt sich nicht in den Vordergrund, sie hält sich eher bescheinden zurück, um andere zu Wort kommen zu lassen. Und genau das macht sie extrem sympathisch und attraktiv. Doch Selma ist kein schüchternes Reh! Sie weiß genau, was sie will. Als Kind war ihr bereits klar, dass sie PTA werden wollte. Sie hatte Glück und hat gleich mit der ersten Anstellung ihre Traumapotheke gefunden. "Das Arbeitsklima ist so toll, unser Team ist wie eine zweite Familie für mich."

"Mir gefallen neue Herausforderungen!"

Selma liebt die Herausforderungen. PTA allein war ihr nicht genug, also hat sie noch eine Zusatzausbildung als staatlich geprüfte Kosmetikerin gemacht. "Ich lege selbst Wert auf gutes Aussehen, das möchte ich auch unseren Kunden vermitteln!" Selma studiert in ihrer Freizeit Fachzeitschriften mit kosmetischem Schwerpunkt. "Es macht mir Spaß, moderne Looks umzusetzen, nicht nur bei mir, auch bei anderen!" Selma mag es, wenn sie Ihren Kunden durch kleine Veränderungen ein besseres Selbstwertgefühl vermitteln kann.

"Bei Couperose oder bei Akne kann man einiges tun! Diese Kunden sind besonders dankbar!" Doch Selma hilft nicht nur äußerlich. "Ich helfe gerne und werde auch gerne gebraucht. Deshalb liebe ich den Kundenkontakt ganz besonders."

"Ich werde gerne gebraucht!"

Selma möchte Ihren Kunden so weit als möglich helfen. "Service und Freundlichkeit sind dabei besonders wichtig. Kunden, die das zu schätzen wissen, kommen immer wieder. Und es ist so schön, wenn man Stammkunden hat, die positives Feedback geben." Sie setzt sich dann auch gerne mal an den Computer und recherchiert, was dem Kunden sonst noch helfen könnte. "Knifflige Aufgaben sind für mich eine Herausforderung, ich arbeite gerne am Computer."

Selma liebt ihren Beruf als PTA, sie liebt es, zu beraten, doch sie sieht auch die Schattenseiten. "Die ständigen Änderungen in Verbindung mit den Rabattverträgen binden sehr viel Zeit und Arbeitskraft. Ich würde mich gerne noch stärker für Fort- und Weiterbildung engagieren, und ich liebe es, zu lernen, doch der Tag hat nur 24 Stunden!"

Familiensinn ist wichtig!

Selma liebt auch Ihre Familie und Ihren Partner. Sie weiß, dass es sich auch hier lohnt, sich einzubringen, eine wichtige Aufgabe, die wir alle manchmal vernachlässigen.

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 10/2013

 

 

 

PTA des Monats September: Sabine Stadler - Fairplay ist ihr wichtig

Sabine hat zwei große Leidenschaften, für die sie sich über die Maßen engagiert: ihre Arbeit als PTA und den Sport. Fortbildungen
und Weiterbildungen liegen ihr am Herzen, denn steigern kann man
sich nicht nur im Sport. Ihr Hobby ist außergewöhnlich: in ihrer Freizeit pfeift sie Fußballspiele.

Von der PKA zur PTA - nebenbei Schiedsrichterin

Sabine ist außergewöhnlich. Kaum eine Frau pfeift die zweite Bundesliga der Damen im Fußball oder gar die Hessenliga der Herren. "Als Schiedsrichter hat man es nicht immer einfach, besonders bei den Herren, die doch manchmal sehr impulsiv reagieren. Entscheidungen werden hier nicht immer akzeptiert, auch wenn sie richtig sind. Bei diesem Hobby braucht man extreme Konzentration, Ausdauer und eine gewisse Gelassenheit. Denn Konflikte gibt es in vielen Spielen", so die 34-jährige PTA aus der Löwenapotheke in Fulda. Ihre Tätigkeit in der Apotheke begann als PKA, doch schon am Ende der Ausbildung war ihr klar, dass sie auch PTA werden wollte. So startete sie direkt weiter durch.

"Mein Beruf macht mir großen Spaß, ganz besonders, weil ich mit einem tollen Team zusammenarbeite. Ich habe einen tollen Chef und auch im Team herrscht eine gute Stimmung."

"Kunden wollen ehrlich beraten werden"

Sabine arbeitet seit 2002 Vollzeit als PTA in der Löwenapotheke. Sie kümmert sich mit anderen Kolleginnen um die Bestellung und den Einkauf, liebt aber ganz besonders den Kundenkontakt und die Beratung in der Apotheke. "Wenn man sich an die Regeln des Fairplays hält, kommt man eigentlich immer gut durchs Leben. Die Kunden wollen ehrlich beraten werden. Und Kollegialität bedeutet geben und nehmen, Flexibilität statt starre Regeln, oder wie es in der Fußballsprache heißt, Vorteil geben und der Abseitsfalle
entkommen, damit fahre ich gut".

Marathon Berlin: drei Stunden vierzehn Minuten

Sabines erster Marathon, den sie in Berlin lief, brachte so manchen Läufer ins Staunen. Sie kam mit drei Stunden und vierzehn Minuten durchs Ziel, das schaffen nur sehr wenige Hobbysportler. Doch ebenso ehrgeizig wie im Sport verhält sie sich auch im Beruf. 2004 beendete sie erfolgereich ihre Ausbildung zur Fach-PTA für Dermopharmazie.

"Ich freue mich sehr, dass mein Chef Fort- und Weiterbildung positiv bewertet. Die Ausbildung zur Fach-PTA Dermopharmazie hilft mir sehr bei der täglichen Beratung unserer Kunden. Mein nächster Traum ist eine Weiterbildung mit Schwerpunkt Ernährung, denn bei vielen Krankheiten hängt der Therapieerfolg auch vom "richtigen" Essen ab."

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 09/2013

 

 

 

PTA des Monats August: Sandra Klöckner - eine starke Frau

(Foto: PTA PROFESSIONAL)

Sandra gibt niemals auf. Sie hat eine positive Ausstrahlung und weiß, dass es sich lohnt für Ideale einzustehen, auch wenn das Schicksal manchmal bitterhart zuschlägt. "Wenn man schlimme Lebensphasen meistert, kann einen nichts mehr aus der Bahn werfen“.

Sandras Mann ist verunglückt, als ihre Kinder ein und drei Jahre alt waren. Das ist jetzt elf Jahre her. Doch sie hat es geschafft, sich nicht aufzugeben. Ihre Kinder sind nicht nur gesund und lebhaft, sie teilen auch die Liebe zum Sport mit Sandra. Nicht irgendein Sport, es ist Triathlon. Sandra begleitet die Kids bei den Wettkämpfen, macht tolle Fotos und wurde sogar zur "Vereinsfotografin" ernannt.

"Ich liebe das Fotografieren"

"Ich weiß, wie wichtig es ist, den Moment festzuhalten. Wenn man ein gutes Foto schießt, dann fängt das eine Sekunde einer Handlung oder Situation ein. Eine Sekunde kann so wichtig sein. Beispielsweise, wenn der Triathlet nach langem Training und hartem Wettkampf durchs Ziel läuft. Oder, wenn das eigene Kind zu laufen beginnt. Ich liebe das Fotografieren, weil man damit die Gegenwart ein Stück verlängern kann."

Gesunde Ernährung ist wichtig

Sandra ist auch selbst gerne sportlich aktiv, doch für einen Triathlon fehlt ihr der Mut. Sie geht lieber ins Fitnessstudio. Und anschließend, wenn sie ausgepowert auf dem Sofa liegt, liest sie blutrünstige Krimis. Ganz wichtig ist ihr die Ernährung der Familie. "Unser Essen ist gesund und ausgewogen, nur ich bin es nicht immer. Ich bin eine hektische Köchin. Ich lege einfach los, dementsprechend ist das Chaos in der Küche manchmal groß. Doch was zählt, ist das Ergebnis. Ich selbst esse gerne gut, deshalb gebe ich mir sehr viel Mühe, dass unser Essen nicht nur gesund sondern auch schmackhaft ist.“

Immer am Ball in Sachen Fortbildungen

Sandra würde sich auch gerne beruflich in Sachen Fort- und Weiterbildung stärker engagieren, doch sie arbeitet auf dem Land, da ist das Angebot nicht so groß. Bei der European Health Care Foundation hat sie bereits eine Ausbildung zum Diabetes Coach absolviert. Jetzt wäre eine Weiterbildung in Sachen Homöopathie ihr Favorit.

Ich arbeite übergreifend!

Sandra arbeitet im Handverkauf, stellt Rezepturen her und springt auch manchmal für die PKA ein – schließlich hat sie das ja auch einmal gelernt. Die Ausbildung zur PKA war ihr Einstieg in die Apothekenwelt. Und anschließend folgte gleich die Ausbildung zur PTA. "Ich fühle mich in unserem Team sehr wohl. Ich werde voll respektiert, obwohl ich nur halbtags arbeite. Das tut gut, denn von vielen Kollegen weiß ich, dass man als Teilzeitkraft oft herabgestuft wird. Unser Team ist äußerst kollegial und der Zusammenhalt ist auch perfekt. Es wäre allerdings schön, wenn wir mehr Zeit hätten, uns gegenseitig zu loben. Gut, dass es Kunden gibt, die sehr dankbar für eine gute Beratung sind. Diese Anerkennung ist eine wichtige Motivation für mich.“

Zunehmende Bürokratie in der Apotheke

"Das Einzige, was mir nicht gut gefällt, ist die zunehmende Bürokratie in der Apotheke. Mit der Einführung von QMS muss man Vorgänge dokumentieren, die eigentlich selbstverständlich sind. Und früher haben wir genau das Gleiche geleistet. Es gab nur keine Ordner dafür."

Wünsche für die Zukunft

"Ich bin zufrieden, mit dem, was ich erreicht habe. Beruflich kann ich nur sagen: Das ist okay, das kann so weitergehen. Und auch privat bin ich sehr glücklich mit den Kindern und meinem Lebensgefährten." Diese Zufriedenheit spürt man auch, wenn man sich mit ihr unterhält. Sandra ist absolut authentisch, persönlich und professionell!

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 08/2013

 

 

 

PTA des Monats Juli: Alisa Kühn, ein internationales Talent!

(Foto: PTA PROFESSIONAL)


International ist nicht nur ihre Familie, auch die Apotheke in der Alisa arbeitet ist "multikulti". Ihr Chef ist Chinese, ihre Kollegen aus Vietnam und Deutschland. Ihr Mann ist Hindi, und Alisa kommt ursprünglich aus Russland. Doch es kommt noch besser: Gegenüber der Apotheke gibt es eine afghanische, russische und persische Arztpraxis. Kein Wunder, dass man in der Lotus Apotheke viele Sprachen spricht.

Alisa ist erst seit Oktober 2012 mit ihrer Ausbildung als PTA fertig geworden. "Ich habe Näherin gelernt und war Stylistin für künstliche Nägel. Als ich eine Allergie gegen das Material der Nägel bekam, entschloss ich mich, PTA zu werden."

"Die Arbeit ist spannend, international und vielseitig"

Zu dieser Zeit hatte Alisa bereits zwei Kinder, fünf und sieben Jahre alt, und war alleinerziehend. "Es war nicht einfach, aber ich habe es geschafft. Und ich habe genau die Apotheke gefunden, die ich mir erträumt habe. Die Arbeit ist spannend, international und vielseitig.“ Alisa kann jede Tätigkeit in der Apotheke ausüben, sie übernimmt auch mal die Warensendung. Überwiegend arbeitet sie jedoch in der Rezeptur und der Offizin.

Viele persische und russische Kunden

"Ein Drittel unserer Kunden sprechen russisch. Ich erkenne das schon am Akzent und dann berate ich in der Landessprache". Viele Kunden schätzen das. In die Lotus Apotheke kommen auch viele persische Kunden und Alisa kann bereits ein bißchen Persisch sprechen. "Meine Freundin hat mir nicht nur die Sprache beigebracht, sie hat mich auch eingeweiht in die Geheimnisse der orientalischen Küche. Persische Kuchen sind etwas ganz Besonderes."

"Die Kunden sind sehr froh, wenn man Ihnen die Anwendung der Medikamente erklärt, sie sind sehr dankbar und das zeigen sie auch. Für mich ist das eine persönliche Weiterentwicklung. Die  verschiedenen Kulturen unserer Kunden erweitern meinen Horizont."

Chinesische Medizin

Alisas Chef ist Chinese, und so ist es nicht verwunderlich, dass man in der Apotheke auch Chinesische Medizin anbietet. "Wir bestellen die Zutaten direkt aus China und ich bin begeistert, dass zunehmend mehr Menschen auch alternative Heilmethoden anwenden. "Meine vietnamesische Arbeitskollegin steuert hier auch viel dazu bei. Mein Team ist etws ganz Besonderes."

Meine Kollegen sind mir wichtig

"Ich persönlich finde es sehr wichtig, dass man sich im Apothekenteam gut versteht und jedem das Beste wünscht. Und wenn einer einen schlechten Tag hatte, muss man ihn aufbauen. Meine Kollegen haben mir sehr schnell gezeigt, dass ich Teil des Team bin. Das hat mir gut getan."

Kleine Gesten, große Wirkung

Alisa kam eines Tages in die Apotheke und als sie ihren privaten Spint öffnete, sah sie einen Zettel, auf dem in Russisch stand: Ich muss dringend etwas essen! Ich muss dringend etwas Zuckerhaltiges trinken. "Ich habe so gelacht, und ich habe mich gefreut. Die Kollegen hatten das aus einer russischen Diabetesbroschüre ausgeschnitten."

Das Fotoshooting

"Als ich erfuhr, dass ich bei dem Fotoshooting dabei sein durfte, war ich ganz aus dem Häuschen. Und mit mir auch meine tollen Kollegen. Viele Abende stand ich vor dem Spiegel und habe probiert, welche Haltung am besten wirkt. Und dann war alles natürlich und locker! Ich habe viel gelernt von den Profis beim Schminken und bei der Gestaltung der Frisur."

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Elke Engels, PTA PROFESSIONAL 07/2013

 

 

 

Freitag, 28. November 2014
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